Unsere letzten Auftritte …

Samstag, 10. Juni 2017

klang'17 – das Festival zum Jubiläum

Artikel in der Zürichsee Zeitung vom 13. Juni 2017 (s. unten unter Downloads)


Sonntag, 4. Dezember 2016, 17:00 Uhr, Reformierte Kirche Wädenswil
Bericht der Zürichsee-Zeitung vom 6. Dezember 2016

Von «Fever» bis «Jingle Bells»

WÄDENSWIL

Ein gut besuchtes Adventskonzert des Gospelchors Wädenswil begeisterte das Publikum und weitete das Repertoire weit über den eigentlichen Gospel aus.

Zu Beginn des Konzerts in der reformierten Kirche Wädenswil erklang mit «Witness» ein waschechter Gospel. Am Pult stand nicht die Dirigentin selbst, sondern ihre Tochter, die noch im Studium der Musikwissenschaften steht und ihre Mutter im Chor tat- und stimmkräftig unterstützt.

In der Folge schweifte der Gospelchor Wädenswil unter seiner temperamentvollen Dirigentin Adeline Marty in andere Stile aus, Blues, Jazz und klassische amerikanische Weihnachtslieder würdigten den zweiten Advent. Adeline Marty weiss, dass mit den vorhandenen Stimmen ein Gospel nie so ganz richtig dramatisch intoniert werden kann und nie so klingen kann wie in einer Kirche in den amerikanischen Südstaaten, wo der Gospel seine Wurzeln hat. Die Schwere und Rauheit fehlt den hiesigen Stimmen, findet sie; dieses Timbre und die Tiefe der Emotion kann man nicht einfach künstlich erzeugen, das muss man haben.

Klänge werden jazziger
Und so adaptierte und arrangierte Adeline Marty in den vergangenen zwölf Jahren ihrer Arbeit dem Chor das Repertoire quasi auf den Leib. Das Konzert ging weiter mit Kompositionen wie «He Gives Me Peace» von Cindy Berry, «Full Force Gale» von Van Morison und «For the Beauty of Earth» von John Rutter und anderen unterschiedlich bekannten Melodien.

Etwa in der Mitte des Konzerts wurden die Klänge viel jazziger und die 50 Sängerinnen und Sänger zeigten, dass ihre Musik aus einer Tradition kommt, wo Gesang und Tanz stark miteinander verbunden sind. Sie deuteten mit einer Art Choreografie an, dass der musikalische Eindruck mit Bewegung enorm verstärkt werden kann.

Gleichzeitig zeichneten sich immer wieder einzelne Sängerinnen und Sänger als Solistinnen und Solisten vor dem Chor aus. Nach dem Lied «Baby, It’s Cold Outside» wurde dann mit «Fever » von John Davenport richtig eingeheizt. Ein blosses Fingerschnippen zu Beginn und dann der Text «You give me fever, when you hold me tight» liess die Fieberkurve steigen.

Adeline Marty dirigierte das ganze Konzert vom Klavier aus, von dort gab sie die Anweisungen und feuerte ihren Chor an. Mit lange anhaltendem Applaus bedankte sich das sehr zahlreich erschienene Publikum für die gekonnte Darbietung, doch es war noch nicht das Ende. Eine Reihe weihnächtlicher Lieder wie «Let It Snow» und «Jingle Bells» bezogen sich auf den Adventssonntag, bevor sich das begeisterte Publikum noch eine ganze Reihe Zugaben erklatschte.

Tobias Humm


Sonntag, 27. November 2016, 17:00 Uhr, Katholische Kirche Schindellegi
Bericht im Höfner vom 2. Dezember 2016

Gospel – und noch viel mehr

Unter der Leitung von Adeline Marty ist der Gospelchor Wädenswil am Abend des 1. Advent in der Kirche Schindellegi aufgetreten. Er begeisterte das Publikum mit einem vielseitigen Konzert. Eröffnet wurde das adventliche Konzert des Gospelchors Wädenswil in der Kirche Schindellegi mit dem rasanten und anspruchsvollen A- Capella-Song «Witness », der das Publikum gleich zu Beginn in seinen Bann zog. Eingeübt und dirigiert wurde dieser Song von Jessica Marty, der Tochter der Chorleiterin Adeline Marty. Beide Musikerinnen sind in der Region bekannt: die Mutter als Chorleiterin des Frauenchors Einsiedeln und des Kinder- und Jugendchors Feusisberg und ihre Tochter, 23-jährige Studentin der Musikwissenschaften, als Leiterin des Kirchenchors Feusisberg.

In jeder Beziehung vielseitig
Der Gospelchor Wädenswil besteht aus rund 50 Sängerinnen und Sängern, darunter mehrere Mitglieder aus Wollerau, Schindellegi und Feusisberg. Ein «Heimspiel» war es auch für die moderierenden Susan Orus und Martin Oberholzer. Susan Orus brillierte zusätzlich als Solistin. Erstaunlich, dass das Ensemble über zahlreiche eigene Solistinnen und Solisten verfügt, die anspruchsvolle Soloparts beherrschten oder beispielsweise als Quintett von Frauenstimmen «For the Beauty of the Earth» harmonisch interpretierten. Der ausgewogene Chorklang der Männerstimmen kam mit «Full Force Gale», jener der Frauen mit «Fever» voll zur Geltung. Das Publikum dankte jeweils mit einem kräftigen Applaus.

Neben klassischen Gospels beherrscht der Chor auch Jazz. Besonders erwähnenswert sind die lateinische Jazz-Mottete «Ave Maria» oder «Blue Skies», ein Hit aus dem Jahr 1927. Das junge Paar Nina Tesch und Stefan Marty als Duett und der ganze Chor mit seinem schauspielerischen Talent zauberten zu «Baby, it’s Cold Outside» ein Lächeln auf die Gesichter des Publikums.

Trotz der spannenden musikalischen Ausflüge pflegt der Gospelchor auch sein namensgebendes Genre. Gospelfreunde kamen mit temperamentvollen Stücken oder berührenden Songs nicht zu kurz. Der Chor zeigte sich in verschiedenen Formationen, zahlreiche krankheitsbedingte Abwesenheiten von Sängern und Sängerinnen wurden locker weggesteckt.

Auch etwas weihnachtlich
Weihnachtliche Stimmung kam gegen den Schluss des Konzerts mit jazzigen Versionen von bekannten Weihnachtsmelodien auf. Mit anhaltendem Applaus wurden mehrere Zugaben gefordert. Den Schlusspunkt setzte schliesslich «I’m Dreaming of a White Christmas» mit kräftiger Beteiligung des musikbegeisterten Publikums.

Der nächste Auftritt des Gospelchors Wädenswil findet am kommenden Sonntag, 4. Dezember, um 17 Uhr in der reformierten Kirche Wädenswil statt.

(eing)

Bild 1